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Vorwort


A.Univ.Prof. Mag. Rainer Zendron
Vizerektor der Kunstunversität Linz

BESTOFF ist ein Schaufenster der
Kunstuniversität Linz, bietet der Gesellschaft
Einblicke in aktuelle Tendenzen
von Kunst und Gestaltung, stellt wichtige
Kontakte zwischen jungen KünstlerInnen
und der kunstinteressierten Öffentlichkeit
her und zeigt einen Querschnitt der Arbeiten
von Studierenden, welche im Laufe
des letzten Jahres entstanden sind und
von einer internationalen Jury ausgewählt
wurden.
BESTOFF wird jeweils an zwei aufeinanderfolgenden
Jahren von einer/m Absolventin/
en unserer Universität kuratiert.
Die international erfolgreich agierende
Künstlerin und Filmemacherin Ella Raidel
wurde heuer zum zweiten Mal als Kuratorin
bestellt. Ihr standen als begleitende
Jury der Künstler und Ausstellungsmacher
Hongjohn Lin von der Taipeh University
of Arts und die an der Schnittstelle zwischen
Medien und Architektur arbeitende
Lotte Schreiber zur Seite, die nicht nur mit
ihren Arbeiten bei internationalen Filmfestivals
breite Aufmerksamkeit erreichte,
sondern u.a. auch das künstlerische
Lichtkonzept der Zentrale der Energie AG
entwickelte. Gemeinsam wählten diese
drei JurorInnen 41 Arbeiten aus 138 Einreichungen
aus, welche sich auf subtile
Weise in die Raumfluchten der ehemaligen
Großbetriebsprüfung des Finanzamts
einfügen.
Zusätzlich können, begleitend zur
traditionellen BESTOFF Präsentation, BesucherInnen
im Rahmen der Ausstellung
auch Einblicke in Forschungprojekte des
PhD-Programms der Kunstuniversität Linz
gewinnen.
Für die Szenografie der Ausstellung
zeichnet Clemens Bauder verantwortlich,
der kürzlich sein Studium der Architektur
an unserer Universität mit dem Projekt
zur Erweiterung des Architekturzentrums
Wien abgeschlossen hat, das demnächst
realisiert werden soll.
Die Ausstellungsräumlichkeiten im
Brückenkopfgebäude West thematisieren
die seit Jahren ungenützten Örtlichkeiten
im Zentrum der Stadt, um deren Adaptierung
und Neubelebung wir seit Jahren
mit der öffentlichen Hand ringen.
Es ist zu hoffen, dass die Kunstuniversität
Linz heuer zum letzten Mal die Brückenkopfgebäude
in ihrem alten, an die NS-Zeit
mahnendem Erscheinungsbild mit dieser
Ausstellung bespielen, um diese in der
Folge als dringend notwendige räumliche
Erweiterung der Universität – mit zeitgemäßen
Adaptierungen – ständig in Besitz
nehmen zu können.
Ich danke allen Studierenden für ihr
Engagement bei der Realisierung ihrer
Werke, der Kuratorin Ella Raidel, ihrer
Jury, den Grafik-DesignerInnen dieses
Katalogs und nicht zuletzt dem Kinoverein
des Programmkinos, der für Auswahl und
Präsentation des Filmbrunches im Kino
Moviemento verantwortlich zeichnet,
bei dem in bewährter Weise parallel zur
Ausstellung ein Querschnitt der Filmund
Videoproduktion der Studierenden
gezeigt wird. Ganz besonderer Dank an
Sylvia Leitner als Leiterin des Ausstellungs-
und Veranstaltungsmanagements
und allen MitarbeiterInnen, die dafür
sorgten, dass dieses Projekt so friktionsfrei
gelingen konnte.